Orchester

Das Akkordeonorchester Müllekoven von 1960

"Dienstkleidung" passte zum Glück allen noch

Nachlese zum Auftritt des Akkordeonorchester Müllekoven beim Jubiläum des Städtepartnerschaftsvereins Troisdorf und zum Probenwochenende 2021

Troisdorf – Fast zwei Jahre lag der letzte Auftritt unseres Akkordeonorchesters Müllekoven (AOM) pandemiebedingt zurück: Da konnte sich unser aller großer Vorsitzender Detlef Erberich die Frage nicht verkneifen, „ob denn jetzt nicht die Finger weh tun würden“. Das war dann schon nach unserem Auftritt beim „Restart“ in der Troisdorfer Stadthalle, bei dem das AOM die Aufgabe hatte, die Jubiläumsveranstaltung des Städtepartnerschaftsvereins Troisdorf musikalisch zu untermalen. Erberichs Frage war berechtigt, denn die Zuhörer verlangten und bekamen zahlreiche Zugaben, so dass dadurch auch das breite Spektrum des Repertoires und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Akkordeons deutlich wurden: Von Klassik über Filmmusik und Musical-Melodien bis hin zu Rock & Pop war auch diesmal wieder alles dabei. Der eine oder andere Musiker mag nach der langen Zwangspause vor dem Auftritt „backstage“ vielleicht noch etwas aufgeregt gewesen sein – vergleichbar mit der Situation eines Elfmeterschützen vor dem Schuss. Doch davon war dann auf der Bühne nichts mehr zu spüren. Ein anderes Problem hatte Dirigent Stephan Weidenbrück vor dem Auftritt in der Garderobe vermutet, doch eine Antwort auf die Frage, „ob denn die blaue Dienstkleidung nach zwei Jahren Pandemie noch passe“, erübrigte sich: Bei Blusen und Hemden spannte nichts. Zumindest nicht bei den Akkordeonspielerinnen und -spielern.

Eine Meisterleistung schaffte unser Orchesterchef, der ausgerechnet dem anwesenden türkischen Vertreter der türkischen Partnerstadt Menders den vom Griechen Mikis Theodorakis komponierten Filmmusiktitel "Alexis Sorbas" mit vielen wohlklingend gesetzten Worten schmackhaft machen wollte. Jeder hat sicher schon mal in ein Fettnäpfchen getrete, aber so schnell, wie Stephan es geschafft hat, da wieder rauszukommen, ist wohl noch keinem gelungen. Ich wollte, ich könnte nur halb so schnell das Register meiner Atlantic wechseln.    

Die nächsten beiden großen Konzerttermine stehen je inzischen schon einige Zeit in unserem Terminkalender: Am 14. Mai kommenden Jahres findet im Siegburger Stadtmuseum das traditionelle Frühjahrskonzert und am 13. November in der das Herbstkonzert in der Troisdorfer Stadthalle statt. Bei letztgenanntem Auftritt sollen dann in der Pause die Musikwünsche der Zuhörer abgefragt werden, die mit den Musikwünschen des Orchesters abgestimmt und dann im Jahr darauf gespielt werden sollen.

Und damit das alles richtig klappt, wurde inzwischen ja auch wieder die Probenarbeit aufgenommen, wenngleich es gar nicht so einfach war, hierfür eine „Location“ zu finden. Aktuell sind wir ja in der Realschule Am Heimbach in Troisdorf untergebracht, wahrscheinlich, weil sich das Corona-Virus im heimischen Müllekoven krampfhaft an allem, was es greifen kann, festhält. Und auch beim zweitägigen Probenwochenende gibt es noch Abweichungen von der Tradition. So wurde auch in diesem Jahr wieder einmal in Kriegsdorf im Saal der Dorfschänke „Beim Wastl“ geübt, was Tasten und Balg hergaben. Erste Erkenntnis: Zwischen Akkordeon spielen und Radfahren gibt es eine Gemeinsamkeit: Einmal gelernt, vergisst man nicht mehr, wie es geht. Aber wie so vieles kann man es noch verbessern. (hbo)

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